{"id":422,"date":"2022-06-21T19:01:07","date_gmt":"2022-06-21T19:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/rumition.de\/?p=422"},"modified":"2023-04-04T15:43:35","modified_gmt":"2023-04-04T15:43:35","slug":"technocity-amyglon-2055","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rumition.de\/index.php\/2022\/06\/21\/technocity-amyglon-2055\/","title":{"rendered":"Technocity &#8222;Amyglon&#8220; 2055"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Es ist das Jahr 2055, die Menschheit konnte in einem Kraftakt selbst gesetzte Klimaziele erreichen und damit weitreichende Ver\u00e4nderungen \u00f6kologischer Systeme verhindern. Katastrophen wie das Massensterben, die Ver\u00f6dung fruchtbarer L\u00e4nder und die \u00dcberflutung von K\u00fcstenst\u00e4dten konnten somit verhindert werden. Die Auswirkungen von Klima- und Ressourcenkriegen und die Zuwanderung in pr\u00e4ferierte L\u00e4nder im mittleren Europa bel\u00e4uft sich auf ein bewerkstelligbares Ma\u00df. Dennoch ist die Lage noch nicht vollst\u00e4ndig unter Kontrolle. Um extreme Temperaturschwankungen und Naturkatastrophen auch in der Zukunft zu verhindern, muss noch klimabewusster gehandelt werden. Nur so kann das friedliche \u00dcberleben der Menschheit gesichert werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:30px;font-style:normal;font-weight:700\">1. Ihr Paket Sir!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Im Jahr 2055 gibt es keine Paketdienste, denn diese w\u00fcrden zu viele Ressourcen verbrauchen. Zum einen Platz im Individualverkehr, zum anderen Arbeitskr\u00e4fte und Energie. Heutzutage werden Pakete von Drohnen ausgeliefert. Zu anfangs versuchten Unternehmen wie \u201eAmaflex\u201c eine kontaktlose Lieferung ohne jegliche Interaktion mit dem Empf\u00e4nger umzusetzen. Durch immer mehr automatisch ausgelieferte Pakete kam es jedoch zu Problemen. Einige Menschen f\u00fchlten sich von Drohnen in ihrer nahen Umgebung bedroht, weiter kam es zu Lieferschwierigkeiten. Pakete wurden falsch zugestellt, geklaut, besch\u00e4digt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Es mangelte an Vertrauen, Akzeptanz und wahrgenommene Kontrolle in Bezug auf die fliegenden Zulieferer. Die Regierung in &#8222;Amyglon&#8220; stoppte 2054 als Erste die Lieferung mittels voll automatisierter Agenten und versprach, keine Erlaubnis zu erteilen, bis eine verkehrssichere L\u00f6sung gefunden sei. Experten unterschiedlicher Unternehmen setzten sich zusammen und konkludierten, dass die Kommunikation mit dem Empf\u00e4nger, aber auch anderer Menschen in der Umgebung unabdingbar sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">In Zusammenarbeit verschiedener L\u00e4nder wurde \u201eKomicat\u201c entwickelt, ein europ\u00e4isch genormtes Kommunikationsinterface. \u201eKomicat\u201c besteht aus einem klaren Front-Face-Design, sodass die Wirkungsrichtung der Drohne erkennbar ist. Diese wird mittels eines digitalen Gesichtes anhand verschiedenfarbiger Leuchtdioden visualisiert. Die Drohnen n\u00e4hern sich nur langsam, in einem Meter Abstand, auf Augenh\u00f6he, an den Kunden an. Tiefenkameras und Bewegungssensoren k\u00f6nnen auf menschliche Bewegungen reagieren. Die Kommunikation funktioniert prim\u00e4r \u00fcber ein App-Interface. Weiter werden sehr deutliche Gesten wie \u201eStop&#8220; erkannt. Anhand verschiedener Flugbewegungen k\u00f6nnen die Menschen Intentionen der Drohne deuten. So kann unterschieden werden zwischen z. B. aufgeregtes auf und ab fliegen und Freude durch Drehung. Besonders die Vorhersehbarkeit der Drohnen hat in der Vergangenheit zu Problemen gef\u00fchrt. So kann diese nun dank Projektion anzeigen, wohin sie fliegt, welche Art von Drohne sie ist und welchen Platz sie anfliegen m\u00f6chte. Als zus\u00e4tzliche Barriere wird ein Prae-Entry Workshop angeboten. Um sich von einem Agenten beliefern zu lassen, muss der Kunde zun\u00e4chst einmalig, eine kurze Einf\u00fchrung per App bewerkstelligen. So soll Vertrauen und Akzeptanz gesteigert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Dank der wissenschaftlichen Arbeit des Gremiums k\u00f6nnen neuartige Lieferdrohnen auf dem Markt getestet werden. Die ersten Testphasen haben bereits gezeigt, dass die Bev\u00f6lkerung mit der Interaktion deutlich besser zurechtkommt. Ein Bestellungsanstieg wurde verzeichnet, Unf\u00e4lle und Aggressionen treten nur noch selten auf. Der zuk\u00fcnftige fl\u00e4chendeckende Einsatz in &#8222;Amyglon&#8220; sei laut Luftfahrt Bundesamt absehbar.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:30px;font-style:normal;font-weight:700\">2. Sekund\u00e4re Klimaeinsparung bitte!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">In einigen gesellschaftlichen Teilbereichen ist das Einsparungspotenzial beim Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Gase noch ausbauf\u00e4hig. Insbesondere der Konsum von Energie macht Forschern Sorgen. Zum einen wird zu viel Energie f\u00fcr die eigenen Lebensnotwendigkeiten wie warm, Wasser oder Heizung verbraucht, andererseits ist die Herstellungsenergie f\u00fcr jedes Produkt nur unzureichend pr\u00e4sent. Da 2055 die einzige Stromquelle aus erneuerbaren Energien besteht, fokussiert man sich in der Klimasch\u00e4dlichkeitsbewertung auf den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck. Denn auch sekund\u00e4re Verbr\u00e4uche fallen z. B. bei der Produktion ins Gewicht. Der Konsum von allt\u00e4glicher Energie und Produkte ist un\u00fcbersichtlich, klimasch\u00e4dliches Verhalten und Produkte werden nicht direkt ersichtlich. Ein neuartiges System Namens \u201eGreen-Vision&#8220; soll die gesellschaftliche Wahrnehmung verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">\u201eGreen-Vision\u201c zeigt mittels Augmented-Reality an, wie viel Einsparungspotenzial Verhaltens\u00e4nderungen bewirken. So wird z. B. w\u00e4hrend des w\u00f6chentlichen Einkaufes neben Produkten deren \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck dargestellt. Zudem erh\u00e4lt man live Daten \u00fcber den eigenen Energieverbrauch in Heizung, Transport und Technik. Hebel ist die Verminderung negativer Effekte auf die Umwelt durch Verhaltensanpassungen. Informationen zeigen einem ad hoc an, woher z. B. Produkte stammen, wie viel Energie sie konsumier(t)en und welche N\u00e4hrwerte sie im Gegenzug enthalten. Es wird diejenige Entscheidung empfohlen, die zur Erreichung der w\u00f6chentlichen Klimaziele beitr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Hierf\u00fcr werden zu pr\u00e4ferierende Optionen mit einer gr\u00fcnen digitalen Maske belegt. Trifft man eine ungen\u00fcgende Entscheidung, so werden die resultierenden Konsequenzen in Form einer kurzen Story dargestellt. Gelegentlich fordert das Programm sogenannte \u201eEducation-Hours\u201c einzurichten. Hier werden die Auswirkungen des Klimawandels und eigenem Verhalten in Verbindung gebracht. Man kann selber zwischen unterschiedlichen Lektionen ausw\u00e4hlen und eine Lernzeit vereinbaren. Die Informationen werden \u00fcbersichtlich durch Bilder, Audios, Videos und Grafiken dargestellt. Der Konsument nimmt die Rolle eines aktiven Klimahelden ein, der je nach Energiekonsum dicker oder d\u00fcnner wird. So k\u00f6nnen unterschiedliche Level erreicht werden. Anhand Statistiken und Rankings kann man sich mit Freunden, aber auch weltweiten Nutzern vergleichen. Proaktives Verhalten wird spielend erlernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">&#8222;Green Vision&#8220; wurde erstmalig in &#8222;Amyglon&#8220; getestet und sorgte f\u00fcr eine rege \u00f6ffentliche Diskussion. Auch Psychologen erkannten die Risiken und Limitation des Systems und fingen an, sich mit den Auswirkungen zu besch\u00e4ftigen. Generell begr\u00fc\u00dften sie die Verwendung von Persuasion als Interventionshebel. Insbesondere der soziale Vergleich und die Gamification k\u00f6nnte dazu beitragen, klimafreundliches Verhalten positiv und proaktiv voranzutreiben. Weiter begr\u00fc\u00dften sie die einfache und breite Visualisierung von Daten, hierdurch werden sich Menschen ihrer Entscheidungen bewusster und k\u00f6nnen Konsequenzen direkt nachvollziehen. Vor allem die Kombination von Nudging und Education fand breiten Anklang. Dennoch gibt es einige Limitationen. So merkte ein Team des \u201eEnergy-Consumption-Technology-Lab\u201c der TU &#8222;Amyglon&#8220; an, dass persuasive Methoden zu einem umgekehrten Backfiring-Effekt f\u00fchren k\u00f6nnten. Es wird aufgrund einer zu hohen Einflussnahme ein gegenteiliges Verhalten erzeugt. Weiter k\u00f6nnte die Bereitschaft, an einer solchen Technologie teilzunehmen, aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken gering sein. Weiter sollte die App hinsichtlich unterschiedlicher Nutzer (Kinder, \u00c4ltere, Migranten) auch unterschiedlich komplex sein und verschiedene Interfaces darstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:30px;font-style:normal;font-weight:700\">3. Arbeit von Daneben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Wie noch Anfang der 2000er-Jahre \u00fcblich, sind Gesch\u00e4ftsreisen heutzutage undenkbar. Selbst die Struktur des Arbeitsplatzes hat sich grundlegend gewandelt. Um den Arbeitsweg einsparen zu k\u00f6nnen, sind aus traditionellen B\u00fcrogeb\u00e4uden, Shared-Spaces, Wohnungen, G\u00e4rten und Bewirtschaftungsfl\u00e4chen entstanden. Die Menschen arbeiten von zu Hause und unter Benutzung geteilter Bereiche. Diese bestehen nicht nur aus Gro\u00dfraumb\u00fcros, sondern auch aus \u00f6ffentliche zug\u00e4nglichen Parks, Einzelb\u00fcros und Thinkspaces, die sich in der N\u00e4he zum Wohnort befinden. Dennoch m\u00fcssen sich Mitarbeitende gemeinsam treffen k\u00f6nnen und sich mit dem Unternehmen identifizieren. Hierf\u00fcr wurde erstmalig eine digitale Arbeitswelt in &#8222;Amyglon&#8220; eingef\u00fchrt. Anfangs der 20er-Jahre gab es schon einmal eine gleich gerichtete Bewegung. Zu Zeiten der Coronapandemie. Damals wurde die Digitalisierung vor allem durch das Tool \u201eZoom\u201c f\u00fcr Video Calls vorangetrieben. Das Arbeitsgeschehen fand erstmals ausschlie\u00dflich im digitalen Umfeld statt. So kam es zu unterschiedlichen Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit des Menschen. Ein heute bekanntes und gut untersuchtes Ph\u00e4nomen ist die Zoom-Fatique. Im Jahr 2055 hat sich l\u00e4ngst der Weltmarktf\u00fchrer \u201eAxonspace\u201c durchgesetzt. Dieser dreht an unterschiedlichen Stellschrauben, um eine digitale Arbeitsweise m\u00f6glichst angenehm zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Innerhalb einer digitalen Unternehmenswelt sind unterschiedliche Umgebungen besuchbar. Durch diese bewegt sich der Arbeitende mit einem selbst ausgew\u00e4hlten Emoji in einem individuell angepasstem Headquater. Der Benutzer kann zwischen unterschiedlichen Kommunikationskan\u00e4le entscheiden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Per Audio oder Kamera. W\u00e4hrend seiner Arbeitszeit bleibt ein jeder auf dem Portal aktiv. Durch die Auswahl unterschiedlicher R\u00e4ume kann man verschiedene Arbeitssituationen nachstellen. Stillarbeit, Meeting, Creative-Working. Wichtig ist die r\u00e4umliche Darstellung. Durch die Anwesenheit der Kollegen versp\u00fcrt der Nutzer soziale Pr\u00e4senz. Weiter kann er in den direkten Kontakt mit anderen kommen. Daf\u00fcr muss man einfach einen Kollegen um ein Gespr\u00e4ch bitten und wird dann zu diesem teleportiert. So sind auch F\u00fchrungsgespr\u00e4che einfacher umzusetzen. Eine AI \u00fcberwacht zudem die aktuellen pers\u00f6nlichen, organisationalen, technologischen und umwelttechnischen Faktoren. So warnt das System z. B. vor zu hoher Stressbelastung und langen Arbeitszeiten. Erkennt aber auch Probleme in Teamstrukturen oder Depersonalisation. Wird eine Grenze \u00fcberschritten, werden automatisch passende Interventionen vorgeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Das Programm wurde in Zusammenarbeit herausragender Forscher der &#8222;Amyglon&#8220; Universit\u00e4t entwickelt. Diese konzipierten Inhalte der Interventionen, achteten auf eine m\u00f6glichst menschenzentrierte Umsetzung der Technologie. So wurden unterschiedliche Praxistipps zur Benutzung entwickelt. Aufgrund Re-Entry Problemen ist die Software nicht nur mittels VR, sondern auch in 2D auf dem PC und als begehbare Version in \u00f6ffentlichen 8K \u201eDeep Spaces\u201c zug\u00e4nglich. Dadurch k\u00f6nnen zum Beispiel internationale Kongresse gro\u00dfer Stahlhersteller in Linz r\u00e4umlich begehbar und erlebbar umgesetzt werden. Jeder kann aktiv teilnehmen, ohne tats\u00e4chlich vor Ort anwesend zu sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Die erste Testphase konnte bereits zeigen, dass eine an den Menschen angepasste Benutzung, aber auch Umsetzung der Software, negative Effekte wie Technologiem\u00fcdigkeit abfedern kann. Eine Kombination aus realen Shared-Office-Spaces mit einer digitalen unternehmensbasierten Anwendung wird von f\u00fchrenden Psychologen empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:30px;font-style:normal;font-weight:700\">4. Ver\u00e4nderung und Leiden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Die letzten 40 Jahre wurden gepr\u00e4gt durch unterschiedliche tiefgreifende Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft. Diese mussten get\u00e4tigt werden, um das weitere \u00dcberleben der Menschheit zu sichern. Schon Ende der 20er-Jahre zeichnete sich jedoch die H\u00e4ufung von psychischen Gesundheitsproblemen ab. Viele Menschen f\u00fchlen sich durch die schnellen Innovationen zur\u00fcckgelassen, sie haben sich zur\u00fcckgezogen und k\u00e4mpfen unter anderem mit Krankheiten wie Depressionen. Aber auch durch Klimakatastrophen-Traumatisierte finden keinen Therapieplatz. Heute werden psychische Erkrankungen gleichwertig zu einer physischen betrachtet, dennoch fehlt es an fachkundigem Personal. Um die wenigen Psychologen zu entlasten und m\u00f6glichst vielen Patienten die M\u00f6glichkeit einer qualitativen Therapie zu erm\u00f6glichen, wurde das staatliche Programm \u201eFeelright&#8220; ins Leben gerufen und befindet sich aktuell in der Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Angedacht ist eine Kombination aus unterschiedlichen Therapiemethoden. Zum einen Psychoedukation mittels informativer Inhalte. Pers\u00f6nlicher Betreuung und kognitive Verhaltenstherapie durch Chatbots. Sowie die Implementierung einer akuten Unterst\u00fctzung in Krisensituation durch geeignete Interventionen wie z. B. Entspannungsmethoden. Eine k\u00fcnstliche Intelligenz soll einen kompletten Therapieverlauf von Diagnostik \u00fcber Therapie, Intervention bis zur Entlassung gestalten k\u00f6nnen. Diese Entwicklung schlie\u00dft verschiedene Parteien mit ein und entfacht einen Streit zwischen dem Berufsverband der Psychologen, Forschern und Entwicklern. In der \u201eFirst Artificial Intelligence Conference of Mental Health 2055&#8243; trafen diese aufeinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Entwickler argumentierten, dass hinsichtlich des CASA-Paradigmas Interaktionen von Menschen mit Computern generell sozial, allt\u00e4glich, umg\u00e4nglich und leicht zu erzeugen sind. Auch die Media-Equation-Theory belegt eine grunds\u00e4tzlich gute, menschen\u00e4hnliche Wahrnehmung von Systemen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Insofern w\u00e4re ein Computer generell in der Lage, simultan zu einem Menschen zu interagieren und auch vertiefende Beziehungen herzustellen, die f\u00fcr psychologische Interventionen unabdingbar sind.\u00a0 Insbesondere der Antromorphismus, also das Zuschreiben menschlicher Merkmale auf einen Agenten, k\u00f6nnte der Idee in die Karten spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Forscher widersprachen, da sie die Interaktionsqualit\u00e4t und Wahrscheinlichkeit von unterschiedlichen, teilweise schwer zu beeinflussenden Parametern abh\u00e4ngig machen. Zum einen muss die wahrgenommen N\u00fctzlichkeit und Bedienerfreundlichkeit positiv sein, andererseits muss der Agent den bestehenden \u00dcberzeugungen des Nutzers entsprechen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Der Berufsverband der Psychologen stellte bereits getestet Systeme vor. Diese unterschieden sich in ihrer grundlegenden Umsetzung. Einige k\u00f6nnen voll autonom agieren, andere bieten nur einen Tool-Koffer mit Interventionen oder eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr den realen Therapeuten. Unterschiede finden sich vor allem in der Automation. Dennoch sei ein Therapeut niemals ersetzbar, ein Programm k\u00f6nnte weder sehr fein auf Emotionen reagieren, noch spontan und ad\u00e4quat reagieren. Zus\u00e4tzlich ist die Verantwortungs\u00fcbernahme kompliziert und die Therapie tats\u00e4chlicher schwerwiegender Erkrankungen ausschlie\u00dflich durch eine menschliche Interaktion m\u00f6glich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Die Konferenz kam zu dem Entschluss, dass &#8222;Feelright&#8220; anhand der genannten Faktoren entwickelt werden solle. Kontr\u00e4r zur Eingangsidee soll allerdings nur ein unterst\u00fctzendes Programm entwickelt werden, welches schnell und zu jeder Zeit reagieren kann, vor allem bei leichten Symptomen hilfreich ist, aber bei der \u00dcberschreitung festgelegter ethischer Grenzen immer mit einem Psychologen interagieren muss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:25px\">Noch ist in dieser hoch technologisierten Welt viel zu tun, um Mutter Erde auch f\u00fcr das Jahr 2300 bewohnbar zu machen. Innovationen fordern immer Probleme, die durch interdisziplin\u00e4re Weiterentwicklungen gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Somit muss Klimakonformit\u00e4t nicht immer R\u00fcckschritt bedeuten, vielmehr sind moderne L\u00f6sungen Schl\u00fcssel zum Schloss. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist das Jahr 2055, die Menschheit konnte in einem Kraftakt selbst gesetzte Klimaziele erreichen und damit weitreichende Ver\u00e4nderungen \u00f6kologischer Systeme verhindern. Katastrophen wie das Massensterben, die Ver\u00f6dung fruchtbarer L\u00e4nder und die \u00dcberflutung von K\u00fcstenst\u00e4dten konnten somit verhindert werden. 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